Was sind Indexfonds?

Indexfonds bilden eine Wertentwicklung von Indizes ab, bei Aktien-Indexfonds etwa die des Dax, Dow Jones oder S&P 500. Diese Indizes wiederum spiegeln die Wertentwicklung von Aktien wider. Beim Dax wären das 30 deutsche Blue Chips. Die Aktien-Indexfonds werden sehr oft als ETFs angeboten. Diese ETFs sind Exchange Traded Funds und als börsengehandelte Fonds deutlich günstiger und transparenter als ein klassischer Aktienfonds zu handeln. Es gibt auch Indexfonds auf Rohstoffindizes, Anleihen oder den Geldmarkt.

Für wen eignen sich Indexfonds?

Indexfonds eignen sich für praktisch jeden Anleger wegen der geringen oder wegfallenden Ausgabeaufschläge und ihrer Transparenz. Es gibt unter diesen Fonds einige Favoriten wie den MSCI-World-Index, der eine Auswahl von Weltaktien abbildet. Er gilt als Start beziehungsweise Fundament eines Anlagedepots. Auf diesen Index gibt es von verschiedenen Anbietern MSCI-World-ETFs, darunter von Comstage den LU0392494562, den db x-trackers (ISIN: LU0274208692), den iShares (ISIN: IE00B4L5Y983) und von Amundi den FR0010756098. Das sind nur ausgewählte Beispiele, auf Börsenseiten lassen sich zahllose weitere Indexfonds finden. Geeignet sind diese Fonds, weil sie das Risiko streuen und von vornherein einen Index abbilden, der - wie bei Aktien-Indexfonds - Blue Chips mit einer wahrscheinlich guten Wertentwicklung enthält. Die Scheu der Anleger vor einzelnen Aktien ist nicht ganz unberechtigt, denn diverse Finanzkrisen der letzten Jahre kosteten in der Tat Nerven. Zwei heftige Kurseinbrüche gab es von 2000 bis 2003 und noch einmal von 2008 bis 2009, auch im Zuge der Fukushima-Katastrophe im März 2011 stürzten die Märkte ab. Aktien haben sich aber größtenteils und auf längere Sicht als renditestarke Anlage erwiesen. Dasselbe lässt sich über viele Rohstoffe oder Rentenpapiere sagen. Wenn nun die besten dieser Titel in einem Indexfonds versammelt sind, können Anleger damit immer noch ein Vermögen aufbauen.

Die Wertentwicklung von Aktien

Nach mehreren Studien - unter anderem von Elroy Dimson, Mark Staunton und Paul Marsh (London Business School) - konnte ein Welt-Aktiendepot mit Titeln aus 23 Ländern zwischen den Jahren 1900 und 2013 immerhin eine Realrendite von 5,2 % erwirtschaften, trotz aller zwischenzeitlichen Kriege und Wirren und nach Abzug aller inflationären Entwicklungen. Bei den sicheren Staatsanleihen hätte die adäquate Konstruktion nur 1,8 % Rendite erwirtschaftet. Das Deutsche Aktieninstitut hat die Wertentwicklung des Dax ab 1965 fiktiv berechnet (den Dax gibt es erst seit 1988). Interessant an der etwas anderen Betrachtung der Forscher ist die Tatsache, dass niemand mit dem Dax einen Verlust machte, der zu einem beliebigen Zeitpunkt einstieg und die Papiere 15 Jahre lang hielt. Ein Investition in den Dax selbst wäre aber sehr teuer, während ETF-Anteile - also Anteile an Aktien-Indexfonds - vergleichsweise günstig zu erwerben sind. Es gibt beispielsweise Sparpläne mit Indexfonds, bei denen der Anleger monatlich 100 Euro einzahlt, während der Ausgabeaufschlag nur um 0,44 % beträgt.

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