Der Dispozins – Wie Unwissenheit eine Menge Geld kosten kann

Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass die Reserven auf dem Konto nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken. Die meisten Menschen überziehen dann einfach für einen bestimmten Zeitraum ihr Konto und setzen sich so den Konditionen der jeweiligen Bank aus, welche es in der Regel in sich haben. Die Dispozinsen betragen in den meisten Fällen weit über 10 Prozent und erhöhen so signifikant das Volumen des Geldes, das später wieder zurückbezahlt werden muss.

Von den Minizinsen ausgenommen – der Dispozins

Die Zinsen befinden sich auf dem geringsten Niveau seit dem Krieg, sodass sich das Sparkonto praktisch nicht mehr lohnt. Das müsste dann doch auch bedeuten, dass für den Dispokredit nicht mehr so viel gezahlt werden muss? Von wegen! Bis jetzt haben die Banken keinerlei Anstalten gemacht, sich von einer ihrer wichtigsten Einnahmequelle zu trennen: Ein zweistelliger Dispozins ist keine Ausnahme, sondernd die absolute Regel. Je nach Bank werden teilweise sogar bis zu 16 Prozent Zinsen für die Überziehung des Kontos verlangt. Gerade bei Menschen mit geringem Einkommen wird dieser Zinssatz schnell eine Belastung und die Rückzahlung ist schwierig.

Lücken vor allem bei der jüngeren Generation

Trotz des erschreckend hohen Zinsniveaus beim Dispozins wissen nur die wenigsten Deutschen über den Zinssatz ihrer Hausbank Bescheid. Eine von smava in Auftrag gegebene Umfrage des renommierten Forsa-Instituts hat folgende Ergebnisse gebracht. Ganzen 42 Prozent der Erwachsenen ist die Höhe ihres Dispozinses unbekannt. Noch schockierender sind die Ergebnisse bei der Bevölkerung zwischen 18 und 39, von der über die Hälfte (53 Prozent) nichts zu dieser Thematik sagen kann. Dasselbe trifft auf die Gruppe der Geringverdiener (unter 1500 Euro) zu, in welcher genau die Hälfte den Dispozins der Hausbank nicht kennt. In der Folge zahlen viel zu viele Menschen deutlich zu hohe Zinsen, wenn ihr Kontoguthaben gerade nicht ausreicht.

Das Stichwort lautet Umschuldung

Die Lösung des Problems ist simpel. Kleinkredite sind heute so günstig zu bekommen, wie schon lange nicht mehr. Rund ein Prozent Zinsen müssen derzeit bei den günstigsten Varianten bezahlt werden. Ein Vergleich auf smava ist dabei zu empfehlen, bevor es um die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Bank geht. Anschließend wird der Dispokredit durch den vorteilhaften Kleinkredit ersetzt und bereits ab der ersten Sekunde an bares Geld gespart. Bezeichnet wird dieser Schritt als Umschuldung. Wer sich denkt, dass ein hoher Dispozins bei kleinen Summen doch nicht so schlimm ist, dem sei gesagt, dass sich dieser Schritt bereits bei sehr geringem Kapitalbedarf lohnt.

Große Ersparnis möglich

Die Beispielrechnung zeigt, wie viel Geld bereits in einem so kurzen Zeitraum wie 6 Monaten gespart werden kann. Wer 6 Monate mit 1500 Euro im Dispo ist, den erwartet eine Zinsbelastung von 15 Euro im Monat, respektive 90 Euro in dem gesamten Zeitraum. Wird bereits an Tag eins des Kreditbedarfs ein Kleinkredit aufgenommen und der Dispokredit ersetzt, so beträgt die sechsmonatige Belastung lediglich 22,90 Euro. Eine Ersparnis von ganzen 61,10 Euro. Möglich gemacht durch einen absolut unkomplizierten Schritt.

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