Welche Kreditkartengebühren gibt es?

Kreditkarten kosten neben den Zinsen für die Inanspruchnahme des eingeräumten Kredits auch kleine Gebühren, die aber unterschiedlich und auch nicht in jedem Fall anfallen. Die Jahresgebühr etwa entfällt bei den sogenannten kostenlosen Kreditkarten, die natürlich in Wahrheit nicht vollkommen kostenlos sind - sonst würde ja der Anbieter nichts verdienen. Neben dieser Gebühr sind es die Bargeldgebühren und einige kleine Nebengebühren, die den höchsten Preis einer Kreditkarte ausmachen - über die Zinsen hinaus, wohlgemerkt. Nicht einmal diese müssen in jedem Fall anfallen, sodass eine Kreditkarte wenigstens zeitweise auch kostenlos genutzt werden kann. Mit den Nebengebühren wollen wir bei unserer Betrachtung der Kreditkartengebühren anfangen.

Nebengebühren von Kreditkarten

Die Gebühren für eine Ersatzkarte, eine Partnerkarte oder die freie Motivwahl, auch diejenigen, die beim Aufladen einer Prepaidkarte anfallen, sind eigentlich Nebengebühren, die dennoch von den Verbrauchern beachtet werden. Das leuchtet schnell ein, der wer einen lieben Partner (eine Partnerin) zur Seite hat, möchte mit diesem Menschen natürlich auch die Kreditkarte teilen und nicht nur gemeinsam im Partnerlook spazieren gehen, wofür es heute so tolle Angebote von führenden Modelabels gibt. Hier sind diese Nebengebühren, die recht unterschiedlich ausfallen:

  • Partnerkarte: Praktisch alle Kreditkartenanbieter offerieren ihren Kunden eine Partnerkarte, die manchmal sogar kostenlos ausgegeben wird, jedoch in vielen Fällen etwas kostet. Das kann auch passieren, wenn die Hauptkarte ohne Jahresgebühr ausgegeben wird. Die Kosten belaufen sich dann auf 10 bis 70 Euro jährlich je nach Anbieter.
  • Ersatzkarte: Wer seine Kreditkarte neu beantragen muss, weil sie gestohlen oder verloren wurde, zahlt dafür in der Regel zwischen 10 bis 20 Euro. Das verlangen die meisten Anbieter, es leuchtet auch im Fall des Verlustes ein. Bei Diebstahl tut das natürlich weh, jedoch haben die Kartenunternehmen natürlich auch ihre Kosten. Selbst bei Kartenmissbrauch, wenn die Karte gesperrt werden muss, können für die Ersatzkarte Gebühren anfallen.
  • Motivwahl: Die meisten Kreditkarten ermöglichen heute eine freie Motivwahl. Es könnte sich sogar um ein individuelles Motiv handeln, bei der Partnerkarte beispielsweise Ihr eigenes Konterfei und das der Partnerin / des Partners, wenn möglich sogar im Partnerlook. Dass das etwas kosten muss, leuchtet sofort ein, doch bringen Sie doch auf diese Weise Ihre partnerschaftliche Verbundenheit zum Ausdruck! Wir finden, das ist eine Gebühr, die man sehr gern bezahlt, sie beträgt oft um fünf bis 20 Euro.
  • Aufladen der Prepaid Kreditkarte: Die Prepaid Kreditkarten kosten nur bedingt eine Aufladegebühr, beispielsweise bei einer Bareinzahlung auf das Kartenkonto. Die Überweisung vom Referenzkonto aus ist meist kostenlos, doch viele Selbstständige, denen ihre Kunden des Öfteren viel Bargeld überreichen, möchten dieses dann aus Gründen, über die wir hier nicht spekulieren möchten (weil sie jeder kennt), auf ihrer Prepaid Kreditkarte parken, von der niemand etwas weiß - nicht die Schufa, nicht die Ehefrau, nicht die Gläubiger und auch nicht das Finanzamt. Die Kartenanbieter nehmen diesen Vorgang schmunzelnd zur Kenntnis und verlangen dafür eine happige Gebühr.

Jahres-, Bargeld- und Auslandsgebühr von Kreditkarten

Wie erwähnt fällt die Jahresgebühr nicht in jedem Fall an. Wo es sie nicht gibt, werben die Kartenanbieter vollmundig mit der “kostenlosen” Kreditkarte, die in Wahrheit beim Bargeldbezug - vor allem im Ausland - etwas kosten kann. Bargeld muss aber nicht zwingend etwas kosten, hier sollten die Verbraucher sehr genau hinschauen. Die Auslandsgebühren sind Währungsumrechnungsgebühren, sie entfallen in ganz seltenen Fällen. Weitere Kosten entstehen dann durch die Zinsen eines in Anspruch genommenen Kredits. Das sind eigentlich keine Gebühren, es sind Kreditzinsen, die auf unterschiedlichste Weise fällig werden. Viele Kartenanbieter gewähren über vier bis acht Wochen ein zinsloses Zahlungsziel. Eine Kreditkarte ohne Jahres- und Bargeldgebühr (so etwas gibt es selbstverständlich) wäre bei Einhaltung dieses Zahlungsziels vollkommen kostenlos zu nutzen.  

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