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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins wie erwartet unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Trotz eines deutlichen Rückgangs der Inflationsrate von 2,3 auf 1,7 Prozent im Januar sehen die Währungshüter bislang keinen belastbaren Trend für eine geldpolitische Kursänderung.
Mehrere Faktoren sprechen derzeit gegen eine Anpassung des Leitzinses:
Parallel dazu hat auch die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinsen zuletzt unverändert gelassen. Eine Abkopplung der europäischen Geldpolitik könnte zu einem weiteren Erstarken des Euro führen - was in der aktuellen Wirtschaftslage unerwünscht wäre.
Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender durch US-Präsident Donald Trump sorgt für zusätzliche Dynamik. Warsh soll im Mai Jerome Powell ersetzen. Analysten diskutieren bereits, ob unter seiner Führung schnellere Zinssenkungen erfolgen könnten.
Eine aggressivere Lockerung der US-Geldpolitik würde den Zinsunterschied zwischen USA und Eurozone verringern. Dies könnte zu Kapitalflüssen nach Europa führen und den Euro weiter stärken - ein Szenario, das die EZB durch ihre vorsichtige Haltung zu vermeiden sucht.
Für Sparer und Kreditnehmer bedeutet die Entscheidung vor allem Kontinuität:
Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden weiterhin kaum Zinsen zahlen. Überregionale Institute bieten zwar teils noch attraktive Neukundenkonditionen, diese sind jedoch meist zeitlich begrenzt. Da kurzfristig keine Zinsänderung zu erwarten ist, lohnt sich ein Abwarten auf bessere Konditionen kaum.
Die Zinsen haben sich auf moderatem Niveau stabilisiert. Größere Ausschläge nach oben sind ohne eine erneute geldpolitische Straffung unwahrscheinlich. Für planungsorientierte Sparer kann es sinnvoll sein, sich die aktuellen Konditionen für ein bis zwei Jahre zu sichern.
Ratenkredite bleiben auf dem aktuellen Niveau, signifikante Zinssenkungen sind kurzfristig nicht zu erwarten. Bei Baufinanzierungen zeigt sich, dass der EZB-Leitzins nur begrenzten Einfluss hat - hier orientieren sich die Konditionen stärker an den Kapitalmärkten und Renditen von Staatsanleihen.
Die Entscheidung der EZB signalisiert insgesamt, dass die Notenbank trotz nachlassender Inflation an ihrem vorsichtigen Kurs festhält und keine vorschnellen Änderungen ihrer Geldpolitik plant.
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