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Die niederländische Zentralbank empfiehlt einen präzisen Bargeldvorrat für den Fall eines mehrtägigen Zahlungsausfalls. Für Erwachsene werden 70 Euro, für Kinder 30 Euro als Notreserve angeraten.

Konkrete Bargeldreserve für Krisensituationen

Das niederländische Forum für Zahlungssysteme (NFPS) hat eine klare Empfehlung für Bargeldreserven im Krisenfall formuliert. Bei einem 72-stündigen Totalausfall elektronischer Zahlungssysteme sollten Haushalte über ausreichend Bargeld verfügen: 70 Euro pro Erwachsener und 30 Euro pro Kind. Diese Beträge basieren auf Kalkulationen des niederländischen Instituts für Familienfinanzen (Nibud) und sollen die Grundversorgung für drei Tage sicherstellen.

Die Relevanz solcher Vorsorgemaßnahmen wurde durch den jüngsten Brandanschlag in Berlin unterstrichen, der zu einem flächendeckenden Stromausfall für etwa 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe führte.

Diversifizierte Zahlungsmethoden als Absicherung

Neben der Bargeldreserve empfehlen Experten die Bereitstellung alternativer Zahlungsmöglichkeiten:

  • Physische Bankkarte als Backup für Smartphone-Nutzer
  • Funktionsfähige Banking-App für Überweisungen
  • QR-Code-basierte Zahlungslösungen

Für Geschäfte, Gastronomie, Tankstellen und Apotheken wird empfohlen, ausreichend Wechselgeld für drei Tage vorzuhalten und alternative Zahlungsmethoden anzubieten.

Internationale Empfehlungen

Während in Deutschland keine konkreten staatlichen Vorgaben existieren, unterstützt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) grundsätzlich die Bargeldbevorratung als Teil der Notfallvorsorge. Auch die Europäische Zentralbank befürwortet entsprechende Bargeldreserven.

Die Initiative zur Sensibilisierung für Zahlungsausfälle wurde vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen und potenzieller Cyberbedrohungen verstärkt. Ziel ist die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit im Falle von Störungen im Zahlungsverkehr.

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