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Die Debatte um die Erbschaftssteuer in Deutschland hat durch den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder zur Regionalisierung neue Dynamik erhalten. Während die SPD höhere Erbschaftssteuern fordert, verweist Söder auf die negativen wirtschaftlichen Folgen solcher Erhöhungen und plädiert für einen föderalen Ansatz.
Die vorgeschlagene Regionalisierung der Erbschaftssteuer nach US-Vorbild erscheint auf den ersten Blick als marktwirtschaftlicher Ansatz. Bei näherer Betrachtung zeigen sich jedoch erhebliche Risiken. Die Erfahrungen mit der Grunderwerbsteuer, die seit 2006 in Länderhoheit liegt, sind ernüchternd:
Diese Entwicklung lässt befürchten, dass eine Regionalisierung der Erbschaftssteuer nicht zu einem Steuerwettbewerb nach unten, sondern zu flächendeckenden Erhöhungen führen würde.
Statt einer Regionalisierung könnte das schwedische Modell als Vorbild dienen. Schweden schaffte 2004 die Erbschafts- und Schenkungssteuer vollständig ab - mit bemerkenswerten Ergebnissen:
Der entscheidende wirtschaftliche Effekt: Unternehmer blieben im Land, entwickelten ihre Firmen weiter, gründeten neue Unternehmen und investierten ihr Kapital und Know-how in schwedische Wirtschaftsnetzwerke.
In einer Zeit wirtschaftlicher Stagnation und steigender Insolvenzzahlen in Deutschland wären Steuererhöhungen kontraproduktiv. Die schwedischen Erfahrungen zeigen, dass eine Abschaffung der Erbschaftssteuer positive wirtschaftliche Impulse setzen kann:
Während die Debatte in Deutschland zwischen höheren Steuern und Regionalisierung oszilliert, könnte der Blick nach Schweden einen dritten, erfolgversprechenden Weg aufzeigen: Die vollständige Abschaffung der Erbschaftssteuer als Katalysator für wirtschaftliche Dynamik.
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