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Serbien positioniert sich als künftiger europäischer Vorreiter in der Produktion humanoider Roboter. Präsident Aleksandar Vučić kündigte bei einer Präsentation des chinesischen Herstellers AGIBOT an, die Serienproduktion noch 2026 zu starten. Das Balkanland strebt damit an, "erste Nation Europas" zu werden, die solche Systeme in industriellem Maßstab fertigt.
Mit technologischer Hilfe aus China plant Serbien den Aufbau von bis zu 50 Produktionsstätten. Die vorgestellten Roboter demonstrierten bei der Präsentation im chinesischen Kulturzentrum in Belgrad bereits praktische Fähigkeiten wie Tanzen, Kaffeezubereitung und verbale Kommunikation.
"Die Systeme sollen nicht nur als Haushaltshelfer dienen, sondern auch für Sicherheit, Überwachung und militärische Unterstützung eingesetzt werden", erklärte Vučić mit Blick auf potenzielle Einsatzgebiete im Grenzschutz.
Die ambitionierten Pläne stellen erhebliche Anforderungen an die serbische Infrastruktur. Vučić räumte ein: "Eine einzige Robotikfabrik könnte bis zu 600 Megawatt Strom benötigen" – vergleichbar mit dem Energiebedarf einer mittleren Stadt. Dies erfordert massive Investitionen in die Energieversorgung des Landes.
Neben den Montagewerken plant Belgrad auch sogenannte "Datenfabriken", in denen die KI-Systeme mit bis zu 100 Millionen Betriebsstunden trainiert werden sollen. Bis 2030 will Serbien rund 8.000 neue Arbeitsplätze im KI- und Robotiksektor schaffen.
Die langfristige Strategie sieht vor, die Technologie unter dem Label "Made in Serbia" zu exportieren. Branchenexperten zeigen sich allerdings skeptisch, ob humanoide Roboter kurzfristig robust genug für Realeinsätze sein werden.
Der serbische VorstoĂź reiht sich in einen internationalen Trend ein. Auch die Automobilindustrie richtet ihren Fokus zunehmend auf humanoide Robotersysteme, die ĂĽber reine Fertigungsaufgaben hinausgehen und als vielseitige Arbeitsmaschinen konzipiert sind.
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