Magazin

Aktuelles aus Wirtschaft & Finanzen

Bleiben Sie informiert über die wichtigsten Entwicklungen in Wirtschaft, Märkten und Geldpolitik – verständlich erklärt und mit Relevanz für Ihren Alltag und Ihre Finanzen.

Der korrekte Reifendruck bei Winterreifen wirkt sich nicht nur positiv auf die Fahrsicherheit aus, sondern kann auch den Kraftstoffverbrauch merklich reduzieren. Versicherungsexperten empfehlen aktuell, den Luftdruck um 0,1 bis 0,2 Bar über dem vom Hersteller angegebenen Standardwert zu halten.

Winterreifen: Sicherheitsrelevanz und Effizienzpotenzial

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die speziell für niedrige Temperaturen entwickelten Reifen mit weicherer Gummimischung und speziellen Lamellen bieten entscheidende Vorteile:

  • Bessere Traktion auf Schnee und Eis
  • Präziseres Lenkverhalten bei Kälte
  • Kürzere Bremswege auf rutschigem Untergrund
  • Optimierte Fahrstabilität

Reifendruck als Effizienzfaktor

Der Luftdruck beeinflusst den Kraftstoffverbrauch direkt über den Rollwiderstand. "Bei zu niedrigem Luftdruck steigt der Spritverbrauch, weil sich der Reifen stärker verformt", erläutern Branchenexperten. Die Aufstandsfläche wird größer, der Motor muss mehr Leistung erbringen und die Walkarbeit im Reifen nimmt zu – besonders bei Winterreifen mit ihrer weicheren Gummimischung.

Gleichzeitig sinkt bei kalten Temperaturen der Reifendruck automatisch. Fachleute nennen hier eine klare Faustregel: Pro 10 Grad Celsius Temperaturabfall reduziert sich der Druck um etwa 0,1 Bar. Bei einem Temperaturunterschied von 20 Grad zwischen Herbst und Winter können somit bereits 0,2 Bar fehlen.

Optimaler Winterreifendruck: Balance aus Sicherheit und Effizienz

Versicherungsexperten empfehlen daher:

  1. Reifendruck regelmäßig kontrollieren, besonders bei Temperaturwechseln
  2. 0,1 bis 0,2 Bar mehr als vom Hersteller angegeben einstellen
  3. Zu niedrigen Druck unbedingt vermeiden (bereits 0,5 Bar zu wenig verändern Bremsweg und Fahreigenschaften)
  4. Zu hohen Druck ebenfalls vermeiden, da dies Grip und Bremsleistung auf Schnee reduziert

Der optimale Reifendruck stellt somit einen Kompromiss dar: Einerseits soll der Rollwiderstand minimiert werden, andererseits müssen Traktion und Sicherheit gewährleistet bleiben. Die leichte Erhöhung um 0,2 Bar bietet hier einen praktikablen Mittelweg, der sowohl Kraftstoffeffizienz als auch Fahrsicherheit berücksichtigt.

Die korrekte Einstellung des Reifendrucks ist besonders im Winter eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um Kraftstoffkosten zu senken und gleichzeitig die Fahrsicherheit zu erhöhen.

© 2025 Wirtschaft und Finanzen | Designed by Hurricane Media