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Porsche hat eine grundlegende Neuausrichtung seiner Produktstrategie angekündigt. Der Sportwagenhersteller korrigiert seinen ambitionierten Elektrokurs und setzt verstärkt auf Verbrennermodelle. Diese strategische Kehrtwende belastet das operative Ergebnis mit bis zu 1,8 Milliarden Euro.
Der Stuttgarter Autobauer plant ein völlig neues Verbrennermodell oberhalb des Cayenne. Dieses SUV soll als Siebensitzer vor allem die Märkte in China und den USA bedienen. Gleichzeitig wird das ursprünglich für 2027 geplante elektrische Luxus-SUV-Projekt K1 auf unbestimmte Zeit verschoben.
"Mit einer überzeugenden Mischung aus Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybriden und batterieelektrischen Fahrzeugen wollen wir die gesamte Bandbreite an Kundenwünschen erfüllen", erklärte Porsche-Chef Oliver Blume die strategische Neuausrichtung.
Die konzernweite Elektro-Plattform SSP, auf der das K1-Modell hätte aufbauen sollen, wird "technologisch neu aufgesetzt" und in die 2030er Jahre verschoben. Für das bereits fertiggestellte Karosseriewerk in Leipzig gibt es derzeit keine konkrete Nutzungsplanung.
Die Plattformverzögerung betrifft den gesamten Volkswagen-Konzern, der seine SSP-Projekte ebenfalls nach hinten verschoben hat. Welches Modell als erstes auf dieser Architektur aufbauen wird, ist noch unklar.
Porsche wird mittelfristig vier elektrische Baureihen anbieten:
Die Verbrenner-Modelle Panamera und Cayenne werden länger als ursprünglich geplant produziert. Für beide sind zudem Nachfolgemodelle geplant. Der 911 bleibt als Verbrenner mit Hybridtechnologie erhalten.
Die Neuausrichtung hat erhebliche Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen:
Dem Volkswagen-Konzern entgehen durch Wertberichtigungen über einen längeren Zeitraum mehr als fünf Milliarden Euro.
Die strategische Neuausrichtung wird den bereits laufenden Stellenabbau bei Porsche verschärfen. Nachdem das Unternehmen bis 2029 bereits 1.900 Stellen streichen und rund 1.000 befristete Verträge auslaufen lassen will, wird derzeit ein weiteres Sparpaket mit dem Betriebsrat verhandelt. Angesichts der gravierenden Probleme dürften die Einschnitte diesmal noch tiefgreifender ausfallen.
Das neue Luxus-SUV wird voraussichtlich im slowakischen Bratislava produziert, wo bereits der Cayenne vom Band läuft. Dort teilt sich das Modell die Plattform mit dem Audi Q7/Q8 und dem VW Touareg.
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